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Adobe Acrobat XI und barrierefreie PDF

2012-10-15 16:34 (Kommentare: 0)

Die neuste Version von Adobe Acrobat XI ist seit heute erhältlich. Ich habe in einem > früheren Artikel schon die grundsätzlichen Neuerungen kurz angerissen und möchte nun in Stichworten den ersten Eindruck zum Thema "barrierefreie PDF" anreißen. Kurz gesagt: es hat sich viel verbessert...

Der PDF-Maker in Microsoft Word kann direkt nach der PDF-Erzeugung mit einer Aktion in Acrobat starten. Dieser Aktionsassistent führt in mehreren Schritten durch die (optional wählbaren) einzelne Schritte des „barrierefrei-workflow“. Beispielsweise:

  • Eingabefelder für den Titel, Thema und Stichwörter (dies sollte natürlich vorher in Word schon geschehen)
  • Start der OCR-Texterkennung
  • Formularfelderkennung
  • Dokumentsprache
  • Taggen von Grafiken, Alternativtext einfügen

Anschließend wird die stark erweiterte „Barrierefreiprüfung“ durchgeführt. An über 30 Punkten wird gegen den neuen ISO-Standard PDF/UA (PDF Universal Accessibility)  geprüft. Ein sehr umfangreicher Prüfbericht zeigt an verschiedenen Kategorien wo die Probleme oder Fehler vorhanden sind. Direkt vom Prüfbericht kann eine Korrektur aufgerufen werden. So kann beispielsweise das Dialogfenster für Alternativtexte aufgerufen werden. Handelt es sich bei dem fehlerhaften Objekt um ein „überflüssiges“ Hintergrundelement (artefact), dann kann dieses direkt als „Verzierung“ getagged werden. Es muss nach einer vorgenommenen Korrektur die Prüfung auch nicht neu gestartet werden; eine Aktualisierung findet sofort statt.

Detaillierter Bericht

Am Ende steht ein „Detaillierter Bericht“, der alle Prüfschritte auflisten und als Nachweis der Barrierefreiheit  der in das PDF eingebettet werden kann. Eine genauere Prüfung und einen Vergleich mit dem PAC – (PDF Accessibility Checker) werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch durchführen und nachreichen.

Tag-Bearbeitung

Kleinigkeiten haben sich auch bei der Tag-Bearbeitung verbessert. So kann ich direkt vom Tag in die Inhaltsstrukturansicht wechseln, wenn hier noch vereinzelte Punkte korrigiert werden müssen. Es entfällt des markieren und lästige „suchen nach…“

Auch das Touch-up-Leserichtungswerkzeug hat sich ebenfalls verbessert. Es werden doch nun tatsächlich 6 Überschriftenebenen angezeigt. Ein wenig mehr Komfort ergibt sich auch über die Option zwischen der Reihenfolgenummer und der Strukturbezeichnung (H1, P, …) hin- und her schalten zu können.  Über den Sinn der Leserichtung und der Reflow-Funktion in Acrobat, bzw. im Adobe Reader gibt es Diskussionen in den „interessierten Fachkreisen“. Wenn auch der „Umfließenmodus“ Einschränkungen und gar Fehler gegenüber dem PDF/UA-Standard  hervorbringt, sollte er meiner Meinung nach nicht völlig unter den Tisch fallen, da dies in vielen Situationen mit Sehschwäche durchaus eine Überwindung von Barrieren darstellt.

Ein ausführlicher Test und weitere Erfahrungsberichte werden folgen. Ich freue mich auch über euer/Ihr feedback.

Dieser Artikel auf auf meinem Blog: http://wp.me/pMLVO-gX

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