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Content Management System »Contao«

   

Der allererste Webauftritt unter der Domain www.df-edv.de wurde noch „händisch“ mit HTML 3.2 als Frameseite erstellt. Ein Relaunch im Jahr 2001 brachte dann CSS hinzu und ein weiterer Relaunch 2004 beendete die Frameset-Zeitalter auf df-edv.de.

Für die damalige Zeit angemessen mit SHTML und CSS wurde ein Baukasten erstellt, der zwar noch nicht mit einem CMS (Content-Management-System) arbeitete, aber immerhin schon Modular aufgebaut war. Ich habe auf JavaScript und Flash verzichtet und nur mit DIV, CSS und Server Side Includes gearbeitet, was die Seiten suchmaschinenfreundlich und zumindest barrierearm machte.

Der Wunsch nach einem frischerem Layout, einem angepassten Corporate Design und einer bequemeren Verwaltung der Inhalte führt nun zum Einsatz von Contao auf dieser Website.

 

Die Systemfrage

Es gibt eine Vielzahl von kommerziellen und freien CMS-Systemen. Auf diversen Webseiten zum Thema finden sich mehr als 20 Open-Source-Systeme die in Frage kommen würden. Letztendlich zur Auswahl standen für mich:

  • TYPO3
  • WordPress
  • Conatao (früher TYPOlight)
  • Joomla
  • Contenido
  • Drupal
  • Microsoft Expression Web

 

Konkrete Erfahrungen in kleineren Projekten schränkten meine Auswahl dann nochmals ein. Die Vor- und Nachteile einzelner Systeme für das konkrete Projekt sollen hier kurz skizziert werden.

Typo3

Das sicherlich mächtigste System mit einer riesigen Community. Vorteile sind die beliebige Erweiterbarkeit über PHP und einer eigenen Skriptsprache (TypoScript), sowie der Möglichkeit, das Redaktionssystem umfangreich anzupassen. Wer ein System sucht, an dem mehrere Redakteure arbeiten, das differenzierte Rechtevergabe und Rollen bietet (Redakteur, Chefredakteur…), mit integrierter Versionsverwaltung und das für mehrsprachige Websites geeignet ist… wird sicherlich TYPO3 in die engere Wahl nehmen. Weitere Vorteile sind tausenden zur Verfügung stehenden Erweiterungen und viele Agenturen, die auf TYPO3 spezialisiert sind. TYPO3 ist wahrscheinlich auch das einzige CMS mit einem eigenen Print-Magazin.

Dieses Schwergewicht ist vielleicht auch der Nachteil des Systems. Es handelt sich eben nicht um einen kleinen Stadtflitzer, sondern ehr um einen 48-Tonner-Sattelschlepper. Dieser steht dann auch noch völlig ohne Lackierung auf dem Hof. Es gibt zwar schon ein paar fertige Templates, aber eigentlich muss das komplette Gerüst mit allen (X)HTML/5.0-, CSS-, PHP- und auch TypoScript-Elementen  erst noch entwickelt und fortlaufend gepflegt werden.

Web:

 

WordPress

Mehr der kleine Stadtflitzer ist WordPress. Ursprünglich als reines Blog-System entwickelt, bietet es heute auch Möglichkeiten eines CMS. WordPress gibt es als Online-System, das kostenfrei ohne eigenen Server genutzt werden kann. Anmelden – Design (Theme) auswählen – Artikel schreiben… Fertig.

Daneben kann WordPress auch auf dem eigenen Server gehostet werden. Dies bietet mehr Freiheiten der Konfiguration, die Daten liegen auf dem eigenen Server und die kleine Werbeeinblendung am Ende der Seite kann entfernt werden.

Auch bei WordPress gibt es eine sehr rege Community, vielen Erweiterungen und unzählige fertige Designvorlagen, die mit wenigen Mausklicks angepasst werden können.  Die Vernetzung mit Sozialen Netzen, eine Kommentar- und Feedbackfunktion sind  – wie für einen Blog zu erwarten ist – direkt installiert. Auch dieser Blog basiert auf einer Standardvorlage und hat gegenüber der Originalvorlage nur ein individuelles Titelbild.

Nachteil ist die geringere Flexibilität auf Grund der Herkunft als Blog. Soll WordPress als „normales“ CMS angepasst werden, sind einige Zusatzarbeiten notwendig.

Web

 

Contao

Contao ist aus dem CMS TYPOLight hervorgegangen. Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, hat das System nichts mit TYPO3 zu tun. Das „light“ im ehemaligen Namen deutet aber schon an, dass es sich um ein etwas kleineres System handelt, was aber kein Nachteil sein muss. Contao hat sich einfache Bedienung für ein leistungsstarkes System auf die Fahne geschrieben. Es bietet eine Rechte- und Versionsverwaltung  mit Undo-Management, welches es ermöglicht auch auf zurückliegende Versionen eines Artikelabschnitts oder eines CSS-Eintrages zurück zu greifen. Für Stabilität und Sicherheit sorgen ein „Live-Update-Service“ und ein vollständig auf Templates aufgebautes System. Dieses generiert barrierefreien XHTML Strict-Code, der den W3C/WAI-Anforderungen für barrierefreie Websites entspricht. Die Erstellung einer barrierefreien Websites hängt nicht nur an technischen Funktionen. Gestaltungsraster, Layoutvorgaben und  redaktionelle Fragen spielen ebenso eine Rolle. Contao legt hierauf schon bei der Erstellung des Artikels wert, der in sauber formatieren Code umgesetzt wird und zum Beispiel auch Abkürzungen und Akronyme  berücksichtigen kann.

Bei all diesen Features bietet Contao trotzdem alle Freiheit der Gestaltung und Anpassung über eigene Templates und Styles. Die Community ist sicherlich nicht so groß wie bei TYPO3 oder WordPress und es gibt auch nicht so viele Erweiterungen, aber eigentlich habe ich bisher nichts wirklich vermisst.

Wie es sich hier schon andeutet wird mein „Projekt Facelift“ sich auf Contao stützen. Mit entscheidend ist ein sauberer, barrierefreie Code. Ein anderer Aspekt ist ein, wie ich finde sehr gelungenes, Handbuch von Anne-Kathrin Merz: „Contao – Das umfassende Praxisbuch“, welches mir den Einstieg bei einem ersten Contao-Projekt erleichtert hatte.

Web

 

Weitere Ressourcen

In dem Blog http://www.ixmedien.de/blog/2011/09/19/opensource-cms-im-vergleich/ findet sich ein detaillierter Vergleich der Funktionen von Contao, Drupal, Joomla, TYPO3 und WordPress…

  

Inhalt

Systemfrage und Vergleich 

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